Bildhauen

Bildhauen macht stark!     

Die Arbeit am Stein hilft, mit den Extremsituationen im Leben besser zurecht zu kommen, im Kursus ist es der Umgang mit dem harten Material, im realen Leben sind es die widrigen Situationen. Wer einem Stein eine Form geben will, braucht Geduld, Kraft, Konzentration und Ausdauer. Außerdem ist es wichtig, genau hinzusehen, die Wahrnehmung zu schärfen, auch die innere. Damit verbunden ist das Einlassen auf den Prozess des Schaffens. "Man stößt an Grenzen, entwickelt (meist) aber auch den Ehrgeiz, Lösungen zu finden“.


Franz Ludescher - BILDHAUER


Formen wir die Steine? Oder sie uns ?   

 

 

Die Bildhauerei    

ist eine der ältesten bildenden Künste der Kulturgeschichte. Der Unterschied von bildhauerischen Arbeiten zur Malerei besteht in der Dreidimensionalität der Kunstwerke. In der Bildhauerei werden Formen und Gebilde unter Verwendung verschiedener Materialien und durch unterschiedliche Bearbeitungstechniken von Bildhauern räumlich erfahrbar gemacht. Die geschaffenen Skulpturen oder Plastiken können realistisch darstellen, die Realität kreativ verändern oder völlig abstrakt sein. Die Bandbreite der verwendeten Materialien reicht vonklassischen Stoffen, wie Stein, Holz, Metall, Ton und Gips, über Glasdiverse  Kunststoffe bis hin zu Textilien. Jenach räumlicher Ausformung unterscheidet man Vollplastik,, Hochrelief  und Flachrelief.  Diese Formen des Reliefs können mit Architektur und Baukunst verbunden sein. Denkmäler sind sich an antiken Vorbildern orientierende selbständige Plastiken und Architekturen mit städtebaulichem Bezug oder in Parklandschaften. Hier schließen moderne Installationen, Rauminstallationen, Land-Art oder auch die Konzeptkunst an.   


Die Statue von Michelangelo

Eines Tages wurde Michelangelo von einer reichen Familie beauftragt, eine Statue von außergewöhnlicher Schönheit zu erstellen. Er suchte darauf hin nach einem geeignete Marmorblock. Nach einer ganzen Weile fand er in einer Seitenstraße einen fast vollkommen von Unkraut überwucherten Block, der dort vergessen worden war. Diesen Marmorblock ließ Michelangelo von seinen Arbeitern in sein Atelier bringen. Dann begann er damit, die Statue des David aus dem Stein zuhauen. Dafür brauchte er zwei ganze Jahre. Und zwei weitere Jahre dauerte es, bis er die Statue durch Schleifen und Polieren fertig stellte. Als die Statue feierlich enthüllt wurde, waren viele Menschen gekommen, um die unvergleichliche Schönheit des David zu bewundern. Man fragte Michelangelo, wie es ihm denn möglich gewesen war, eine so wunderschöne Statue zu erschaffen. Der Bildhauer sprach: "Der David  war immer schon da gewesen. Ich musste lediglich den überflüssigen Marmor um ihn herum entfernen."